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Nachgedacht


EIGENTOR BREXIT

Wolfgang A. Schratter / London GB

Gerade ist Fußball in aller Munde – oder besser gesagt auf allen Bildschirmen. Da erwachte die Regierung in London wieder einmal aus dem Brexit-Koma und gab ein Lebenszeichen von sich – und für britische Verhältnisse ein unerwartet starkes. 

Fotos: Art Dept.| Loevens OG

Noch fehlt die Rückmeldung - oder verwenden wir nochmals ein Fußball-Wort - der Gegenangriff der Gegenseite. Sollte hier der geneigte Leser an die Europäische Union denken, weit gefehlt, die Gegenseite in der eigenen Regierung, in der eigenen Partei, im eigenen Land. Denn seit geraumer Zeit verhandelt die Britische Regierung den Austritt aus der Europäischen Union ja nur mehr mit sich selbst und mit den Abgeordneten ihrer eigenen Gilde.

 

Wie auch immer die nächste Verhandlungsrunde in Brüssel ausgehen mag, denn es ist anzunehmen, dass wenn auch der vulkangleiche politische Tatendrang in „Westminster“ einige Eruptionsspuren hinterlassen wird,  um die Meinung und Zustimmung der europäischen „Noch-Partner“ wird auch die britische Regierung nicht herumkommen, denn es sollte ja auch jemand vom Kontinent das Austrittsabkommen unterschreiben und anerkennen, denn die Zustimmung von Mr. Rees-Mogg allein dürfte nicht ausreichen.

 

Es ist aber nicht unsere Absicht darüber zu spekulieren, denn der geübte Brexit-Beobachter weis sehr wohl: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

 

An dieser Stelle erlauben wir uns einmal innezuhalten und nachzudenken, woher kommt diese Tendenz und Euphorie zur Selbstverstümmelung? 

 

Oder warum hat des „Empire“ seinen,  vier Jahrhunderte lang, mühsamen wie blutigen Kurs verlassen, die Welt zu besitzen oder zumindest zu kontrollieren?

 

Nun, beide Fragen sind vielleicht mehr mit einander verwandt als man auf den ersten Blick denken mag, denn der große Bruder USA ist geschichtlich betrachtet ja auch nur eine davongelaufene Kolonie Londons – eben schon im 18. Jahrhundert. 

Es ist daher nicht verwunderlich, dass es Anfangs des 20. Jahrhunderts wieder zu einer Annäherung kam, welche sich in Richtung  „tiefe“ Freundschaft und daraus später eine noch tiefere Abhängigkeit entwickelte. 

 

Die Egomanen der US Politik seien hier nicht im Detail erwähnt, denn Mr. T. ist nicht der erste seiner Art – wenn auch sicher der medienlüsternste und mit einem einzigartigen Hang zur beispiellosen Lächerlichkeit in seiner Selbstdarstellung – oder wer konnte sich vor wenigen Jahren eine Staatspräsidenten vorstellen der wie ein pubertierender 14jähriger die Welt mit Kurznachrichten (wie Twitter) täglich bombardiert. Aber vielleicht gerade darin steckt die Kopflosigkeit der Entscheidungen, hüben wie drüben. Was genau bei der Sache mit dem Brexit zutrifft, das Rezept war perfekt: Die fehlgeleitete öffentliche Meinung – „Facebook und Cambridge Analytica" – seien hier nur am Rand angemerkt, eine große Portion an Bildungsdefizit und lustige Schreihälse die sicherlich Aufmerksamkeit erregen und auf ihre Person zu binden vermögen, den Rest schafft dann schon fast jede mittelmäßig talentierte Werbeagentur mit ausreichend Budget.

 

Oder wäre es als Fazit logisch erklärbar warum die in Geschäften sonst so stoisch kühlen Briten, mit Freuden und Jubel, einen sicheren 500 Millionen Konsumenten Binnenmarkt verlassen, der keine 50 Kilometer vor ihrer Regeninsel liegt, um neue „Vielleicht-Markt-Optionen“ zu erschließen, die  viele tausende Kilometer entfernt sind und die als Draufgabe (siehe Kanada, Japan, Indien etc.) den Mitgliedern der Europäischen Union von der selbigen geöffnet wurden oder werden sollen?

 

Kontrolle zurückbekommen, von was, von Schengen? Ist das Noch-Vereinigte-Königreich gar nicht dabei, dass man sich als Ausländer registrieren muss? Gibt es in fast allen EU-Staaten, na und? Ach ja, das liebe Geld, sei das Argument, aber es bleibt abzuwarten ob das GB-Budget die Förderungen der EU auffangen kann und ob es dann dennoch Mittel für das marode Gesundheits- und Schulwesen, die nicht mehr von der EU geförderte Infrastruktur und Forschung  etc. etc. und etc. geben wird.

 

Jedenfalls es bleibt interessant und hoffentlich so wenig „shocking“ wie möglich – „Yes indeed".

 

Das Britische Weltreich als Skizzenplan dargestellt in seiner grössten Ausdehnung.
Foto: Wikipedia / The Red Hat of Pat Ferrick • Public domain / Das Britische Weltreich als Skizzenplan dargestellt in seiner grössten Ausdehnung.

Nachgedacht…

 

Worüber?

Über Themen unserer Zeit.

 

Wozu?

Weil nachdenken und diese Gedanke teilen, Grundrecht ist.

 

Für wen?

Alle diejenigen die Freude an Satire und der Entdeckung des versteckten Kerns der Wahrheit haben.

 


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ist neu in TG MAGAZINE und sollte nicht als etwas verstanden werden, was es nicht ist: wissenschaftlich.

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Zur Person

TG MAGAZINE freut sich Wolfgang A. Schratter für die NEUE SATIRISCHE RUBRIK "Nachgedacht" gewonnen zu haben. In unregelmäßigen Intervallen werden neue Beiträge veröffentlicht  die - wie der Titel der Seite sagt, zum Nachdenken - anregen sollen.

STECKBRIEF:

Wolfgang Albert Schratter

Herkunft: Europäer mit österreichischen Pass.

Beruf: Kaufmann.

Branche: Tourismus, Marketing, Onlineverlag.

Lebt in: Österreich.

Arbeitet in: International.

Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch u.a.

Passion: Was er gerade macht, was anderes macht er nicht.

Motto: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


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