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PERSÖNLICHER EXIT VOM BREXIT

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Es war wohl der größte Festtag für die Brexit-Briten als der Austritt aus der Europäischen Union am 31. Jänner 2020 offiziell vollzogen wurde – oder doch nicht?

 

Diejenigen Briten, die jahrelang für einen EU-Austritt gekämpft haben und medial wie finanziell in der ersten Reihe standen, sollten wohl in bester Feierlaune gewesen sein. Denn in absehbarer Zeit – genauer gesagt am 1.1.2021 ist es vollbracht – oder sollte es vollbracht sein.Um die nötige Vorsicht und Überraschungsklausel in Sachen London nicht zu vergessen.  

 

Aber ausgerechnet die „Brexiteers“, die große Summen in die Kampagne investiert haben, wird man vergeblich auf den Partys suchen. Einige der ganz großen haben Großbritannien bereits sogar den Rücken gekehrt.Egal ob mit blauen oder burgunderroten Reisepass ihre Vermögen sind weg und sie selbst auch.

Die Party geht weiter

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Photo by Andrea Mininni on Unsplash / Link Wikipedia Wetherspoon plc

Zu dieser Gruppe gehört der erfolgreiche Lokalbesitzer und radikale Brexit-Anhänger Tim Martin, Gründer und CEO der Wetherspoon-Pubs.

 

Dreieinhalb Jahre hat Martin in seinen Pubs für einen harten EU-Austritt Großbritanniens geworben - selbst, wenn er von Gästen niedergebrüllt wurde. Er war gern gesehener Gast in Talkshows und begleitete Brexit-Kampagnen mit Nigel Farage, dem ehemaligen Chef der Rechtsaußenpartei UKIP.

 

Martin ist enttäuscht. Großbritannien verlässt zwar die Europäische Union, aber nicht so konsequent, wie er es sich erhofft hatte. Unternehmerisch von Nachteil war für ihn die Zugehörigkeit Großbritanniens zur Union nicht.

 

Allein seit dem Referendum im Juni 2016 hat sich der Wert seines Anteils an der Pub-Kette verdoppelt. Martin kaufte seine erste Kneipe vor 40 Jahren, heute hat er 800.

 

Nicht bekommen wie gewünscht

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Foto Peter Hargreaves / Link Wikipedia

Auch andere reiche und prominente Brexit-Unterstützer zeigen sich wenig überschwänglich an diesem Tag der Tage dem 31. Jänner 2020 und auch bis dato sehr verhalten bis stumm zum 1.1.2021.

 

Einer von Ihnen ist  Peter Kendal Hargreaves, Mitbegründer von Hargreaves Lansdown, einem der größten Finanzdienstleistungsunternehmen Großbritanniens.

 

Er hatte die Brexit-Kampagne mit insgesamt vier Millionen Dollar unterstützt. "Ich habe nicht wirklich bekommen, was ich wollte", lautet auch seine enttäuschte Bilanz.

 

Für ihn ist es in den vergangenen Jahren - mit der Union - ebenfalls gut gelaufen. Sein Vermögen wuchs seit der Brexit-Abstimmung im Jahr 2016 um 500 Millionen auf 4,2 Milliarden Dollar an.Einen harten Brexit hat er trotzdem favorisiert und unterstützt.

Sind die größten Brexiteers keine Patrioten?

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Foto James Dyson (2013) Wikipedia

Die britischen Unternehmer Jim Ratcliffe und James Dyson sind prominente und bekannte Persönlichkeiten aus dem Club der superreichen und radikalen Brexit-Unterstützer. 

 

Jim Ratcliff:Gründer und Chef des petrochemischen Konzerns Ineosund der Föhn- und Staubsauger-Milliardär überhaupt in Großbritannien weilen, ist nicht bekannt. Sie haben ihren Lebensmittelpunkt inzwischen ins Ausland verlegt. Auch für sie gilt: Als britische Unternehmer in der EU hatten sie nichts zu klagen. Das Vermögen von Jim Ratcliffe, ist laut Bloomberg seit dem Referendum um zehn Milliarden Dollar auf 19 Milliarden Dollar gestiegen. Das von Dyson von acht Milliarden auf 14 Milliarden Dollar.

 

Patriotisch motiviert dürfte ihre harte Brexit-Haltung nicht gewesen sein. Denn durch Vaterlandsverbundenheit haben sich die beiden Sirs nicht wirklich hervorgetan. Ende 2018 hatte Dyson sich noch für die britische Sache stark gemacht und vehement den Abbruch der Verhandlungen mit der EU und einen ungeregelten Brexit gefordert. Im Januar 2019 kündigte seine Firma dann aber an, den Firmensitz nach Singapur zu verlegen. Und damit nicht genug: Dyson selbst wanderte ebenfalls noch vor dem Brexit nach Asien aus und kaufte sich für 54 Millionen Dollar in Singapur eine Luxusbleibe. Er wollte seinen Kunden in Asien näher sein, begründete er den Umzug. Dysons Euphorie schien angesichts der Notfallpläne für einen harten EU-Austritt plötzlich wie weggeblasen.

Er erntete viel Kritik und Häme dafür, an seiner Entscheidung sich und sein Vermögen in Sicherheit zu bringen änderte dies aber nichts.

 

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Foto Jim Ratcliffe (2013) Wikipedia

Jim Ratcliffe fiel ebenfalls in Ungnade, weil ertrotz großer Brexit-Töne, die er spuckte, fahnenflüchtig wurde. Auch er hatte die Regierung nach dem Brexit-Referendum zu aggressiven Verhandlungen mit der EU aufgefordert.

 

Großbritannien hätte "gute Karten in der Hand", sagte er. Anfang vergangenen Jahres dann die Nachricht: Ratcliff wird Großbritannien verlassen und nach Monaco ziehen. Er könne so knapp 500 Millionen Dollar Steuern sparen

 

Den Plan zu der legalen Steuerflucht soll die britische Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) mit entworfen haben. Das Unternehmen Ineos hatte bereits 2010 aus steuerlichen Gründen den Sitz in die Schweiz verlegt und diesen 2016 wieder nach London zurückgeführt. Weitere Veränderungen bleiben wohl abzuwarten.

Kapitalflucht nach Irland

Foto Jacob Rees-Mogg (2019) Wikipedia
Foto Jacob Rees-Mogg (2019) Wikipedia

Eines der wohl bekanntesten Brexit-Gesichter nicht zuletzt durch seine Harry Potter Brille und den Wunsch im 19. Jahrhundert zu leben ist der erzkonservative katholische Multimillionär Jacob Rees Moog

 

Jacob Rees-Mogg ist der Sohn von William Rees-Mogg. Sein Vater war langjähriger Herausgeber der Tageszeitung "The Times" und ab 1988 als Life Peer Mitglied des House of Lords. Seine Schwester Annunziata Rees-Mogg war Politikerin und EU-Abgeordnete der Brexit Party. Nach dem Rücktritt von Premierministerin Theresa May, deren Brexit-Kurs er kritisierte, wurde Rees-Mogg durch Mays Nachfolger und Brexit-Mitstreiter Boris Johnson als Lord President of the Council und Leader of the House of Commons ins britische Kabinett berufen. 

 

Nach seiner Ausbildung am Eton College und am Trinity College der Universität Oxford, wo er einen Abschluss in Geschichte machte, wurde er 1991 Vermögensverwalter als (Mit-)Gründer von Somerset Capital Management LLP in der City of London. Nach Eintritt in das Britische Kabinett hat er sich laut Eigenaussage aus allen aktiven Tätigkeiten bei Somerset Capital Management LLP zurückgezogen.

 

Es ist sein erster Posten in der britischen Regierung. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Verordnung eines neuen Stil-Katalogs für die Mitarbeiter seines Büros, nach dem künftig bestimmte Worte nicht mehr zu benutzen seien. Männliche Parlamentsmitglieder, die nicht Mitglieder des Privy Council sind, sollen künftig als „Esquire“ angesprochen werden, außerdem soll das angloamerikanische Maßsystem (imperial units) anstelle des metrischen Maßeinheiten-Systems verwendet werden. Bereits 2012 sorgte Rees-Mogg mit seiner Rhetorik für Aufsehen, als er im Zuge einer Debatte im Unterhaus das Wort floccinaucinihilipilification (engl. für Geringschätzung) verwendete.

 

Der mit der Finanzberatungsfirma Somerset Capital Management LLP hat er bereits Milliarden in Irland – dem „feindlichen“ EU-Ausland geparkt hat, offiziell zu Wohle seiner Klientel denen das Haus zutiefst verbunden sei - und wohl auch um das drohende Fiasko – vor dem niemand geringerer als die Bank of England gewarnt hatte zu mildern. Ebenso Presseberichten zufolge ist Jacob Rees-Mogg bekennender Verehrer des Irischen Investment Systems.

Die Briten verlassen Britannien

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Photo by Ethan Wilkinson on Unsplash

Viele Briten haben in den vergangenen Jahren auch privat Konsequenzen aus dem Brexit-Gerangel gezogen: Die Zahl derjenigen, die Pässe außerhalb des Königreichs beantragt haben, ist enorm gestiegen. 

 

Seit 2016 sind es nach offiziellen Angaben mehr als 350.000 britische Staatsbürger welche Ihre familiären Verbindungen nach Eltern, Großeltern etc. aus dem EU-Ausland durchforstet haben und einen Antrag auf Staatsbürgerschaft gestellt haben.

 

Tausende EU-Bürger die früher wenn auch nur saisonal nach Großbritannien reisten um im Tourismus oder in der Landwirtschaft zu arbeiten fehlen teilweise komplett, nicht zuletzt auch wegen der Reisebeschränkungen der Corona-Situation.

 

Die britische Wirtschaft steht an einem kritischen Punkt. Britannien steht vor einem kritischen Punkt - Allen ist klar: Die britische Gesellschaft ist und bleibt tief gespalten. Und die herannahenden sozialen Spannungen werden dies sicher nicht mildern. Text./Red.

MARKTKOMMUNIKATION IN DER KRISE?

Daher ist wohl jetzt der letzte gute Moment sich der Aktualisierung und für viele der Herausforderung in der Markt- sprich Kundenkommunikation zu stellen und im 21. Jahrhundert anzukommen - Denn nach der Krise ist ja bekanntlich auch immer vor der Krise. Die weltweiten Einschränkungen haben die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen natürlich beeinflusst und nachhaltig verändert. Für viele Händler hätte der Ausbruch der COVID-19-Pandemie zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können. 

Marketing in Krisenzeiten.
Foto: Erik McLean by Unsplash

  

Kurz zuvor hatten bereits viele Unternehmen mit großen Unsicherheiten zu kämpfen, Stichworte wie: Brexit und der schleichenden Rezession der globalen Wirtschaft, Spannungen zwischen den USA und China, Polarisierung im internationalen Handel und Protektionismus, seien hier nur ergänzend erwähnt. 

 

Die Auswirkungen der Restriktionen zeigen jetzt schon einen erhöhten Verwaltungsaufwand und Medienagenturen berichten, dass in den kommenden Wochen noch mehr zu erwarten sei.

 

Die Reaktionen auf diese außergewöhnliche Situation unterscheiden sich je nach Branche und Anbieter. Eines ist jedoch deutlich zu erkennen: Die großen Verlagerungen in der Konsumentennachfrage. 

 

Kunden verlassen sich heute mehr als je zuvor auf Online-Händler, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.  In den vergangenen Wochen hat sich die Welt so stark verändert, dass wir sie kaum wiederkennen – und auch das Marketing hat sich gewandelt. Wenn man sich einmal die Reaktionen im Marketing anschaut, so lassen sich unterschiedliche Ansätze der Anbieter erkennen – je nachdem, wo sie sich in der neuen Verbraucherlandschaft wiederfinden, wollen und wohl auch wiederfinden werden – wenn auch nicht immer ganz freiwillig und gewollt. Durch Marktunsicherheiten, fehlende Planung und allgemeine Budgetkürzungen im Marketing haben einige Anbieter ihre Aktivitäten innerhalb der Marketing-Kanäle reduziert. 

Beobachten wir drei Kategorien, in die Anbieter fallen:

 

Erstens: Zu wenig Nachfrage

Anbieter, die eine rückläufige Kundennachfrage verzeichnen, müssen schwierige Entscheidungen treffen. Die Anweisungen der Geschäftsführung, alle Kosten zu reduzieren, sind zwar nachvollziehbar - jedoch zeigt die Forschung und Beobachtung der Wirtschaftsgeschichte, schon seit langem - eigentlich schon seit der Weltwirtschaftskrise 1920 - dass diejenigen, die ihre Marketingausgaben in Krisenzeiten erhöhen, langfristig davon profitieren. 

Es ist wichtig, dass Anbieter die Auswirkungen des Corona-Virus von anderen Faktoren trennen und sich weiterhin an bewährte Verfahren halten. Sowohl gewerbliche Kunden als auch Verbraucher werden sich daran erinnern, wie mit ihnen während der Krise umgegangen wurde, was sich wiederum auf ihre Markentreue in Zukunft auswirken wird. 

Manche Anbieter, die eine geringe Nachfrage verzeichneten, pausierten ihre Marketingaktivitäten, um ihre Position in der neuen Verbraucherlandschaft zu reflektieren und neu zu bewerten – inklusive einer Analyse des Lagerbestands und der Lieferkapazitäten. 

 

Zweitens: Zu viel Nachfrage

Die Lebensmittelindustrie ist ein bekanntes Bespiel für den Nachfrageüberschuss. Hier wurden Händler in den vergangenen Wochen dazu veranlasst, Ihre Marketingaktivitäten zu pausieren. In einigen Fällen – insbesondere bei Konsumgütern, Medikamenten und Lebensmitteln, mussten sogar zeitweise Webseiten offline genommen und virtuelle Warteschlangen eingeführt werden, um die Serverkapazitäten nicht zu überlasten, nicht zu  vertiefen die Situation in den Kunden-Hotlines und Service Telefonnummern der unterschiedlichsten Anbietern, vom Lebensmittelhandel hin bis zur Kreditkartenfirma.

 

Es sind jedoch insbesondere die Nischenprodukte von kleinen Händlern, die uns verraten, worauf Konsumenten während der Restriktionen besonders Wert legen. Ob Sportgeräte, Freizeitbekleidung, Spielzeug oder Gesellschaftsspiele, Gartengeräte oder Essen zum Mitnehmen – all das ist sehr gefragt und zum Großteil sind es die kleinen Anbieter, die eine starke Nachfrage nach Ihren Produkten und Dienstleistungen verzeichnen.

 

Viele kleinere Unternehmen sind meist agiler und können oder sollten schneller reagieren – und das ist in einer Zeit, in der von heute auf morgen die physischen Geschäfte schließen mussten, ein enormer Vorteil. Aus diesem Grund konnten sie auch oftmals erfolgreich Kunden von den Offline- in die Online-Shops bekommen. Zudem bot sich für kleinere Unternehmen die einmalige Chance mit kleinem Budget deutlich mehr Kunden zu erreichen, da Amazon, als Marktführer im Onlinegeschäft im März seine Werbeausgaben drastisch senkte.

 

Wann also ist ein Nachfrageanstieg zu viel?

Wenn einige Händler keine neuen Bestellungen annehmen konnten, weil sie nicht die Ressourcen dazu hatten – entweder aufgrund von fehlenden Verfügbarkeiten oder mangelnder Lieferkapazitäten. Doch diese Maßnahmen sind meist von kurzer Dauer. Denn mit neuen optimierten Prozessen in der Lieferkette haben viele dieser Händler die Chance sich auf den Märkten zu etablieren und neue Stammkunden aufzubauen.

 

Drittens: Push-/Pull-Effekt

Es gibt viele Anbieter, die zwar immer noch von der Pandemie betroffen sind, bei denen aber die Online-Nachfrage ziemlich konstant bleibt. Dazu gehören Unternehmen wie Kaufhäuser, die sowohl In-Store- als auch Online-Angebote bieten. 

 

Wir sehen, dass loyale In-Store Kunden auch in den Online-Shops kaufen, es gleichzeitig jedoch Nachfragerückgänge in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise Damenbekleidung, gibt. Dieser Push-/Pull-Effekt bedeutet, dass der Geschäftsverlauf und somit die Kundenbewegungen – auch diesen im Online-Bereich des Unternehmens relativ konstant bleibt.

 

Marketing in Krisenzeiten.
Photo Rodion Kutsaev by Unsplash

 

Wie also sollten Anbieter aus diesen drei Kategorien Marketing während der bestehenden Restriktionen betreiben?
 
Gutes Marketing ist so gut wie die Bündelung der Maßnahmen und Aktivitäten an sich. Es gibt mehrere entscheidende Faktoren:
 
Datengestützte EntscheidungenEs ist wichtiger denn je, Entscheidungen auf der Datengrundlage zu treffen.
 
Denn diese helfen zu verstehen, welche Kanäle einen größten Ertrag liefern und vor allem von welchen Kampagnen dieser generiert wird – so stellt man also sicher, dass Marketingaktivitäten eine größtmögliche Wirkung erzielen und die Ressourcen optimal eingesetzt werden. Das aber weder Marketing noch die Digitalisierung wundersame Selbstheilung durchführen ist wohl auch nicht näher zu erläutern, vielmehr handelt es sich um eine angewandte Wissenschaft.

 

Das inkludiert, dass alle relevanten Informationen hinterlegt und abgefragt werden müssen. Auf diese Weise kann klar der „Woher-Wohin/Aufwand-Ertrag“ Effekt analysiert und gefördert werden. Viele KMU und EP die sicherlich in die oben angeführten Nischen-Unternehmen einzureihen sind, haben aber diese Kenntnisse und wissen diese auch langfristig gewinnbringend zu nutzen?

 

Der Unternehmer sollte sicherstellen, dass die oben angeführten Daten berücksichtigt werden und dass ersichtlich ist, welche Aktivität einen Mehrwert liefern. Das Erfassen der Daten und die Festlegung der Bewegungen auf Datenbasis stellt sicher, dass die Kampagnen, die weiter oben im Verkaufskanal stehen, nicht übersehen werden können.

 

Es ist wichtig, dass alle Entscheidungen, die während der Krise getroffen werden, sowohl auf Daten basieren als auch nach bewährten Verfahren umgesetzt werden – es ist aber auch die Wichtigkeit der Kontinuität hervorzuheben – Die U-Boot-Strategie: Man ist nur temporär am Markt sichtbar – den Rest der Tage ist man untergetaucht, ist hier absolut kontraproduktiv und generiert sicher keine Stammkunden.

 

Richtige Impulse senden

Keine Marke oder Unternehmen möchte Kunden oder Partner verlieren, weil sie den falschen Ton anschlägt oder so rüberkommt als würde sie Profite über den Menschen stellen. Anbieter haben sowohl ihren Mitarbeitern als auch ihren Kunden gegenüber die Verpflichtung, die Leistung fortzusetzen. Diese Positionierung muss den Kampagnen und Kunden deutlich vermittelt werden. Leider passiert dies in vielen Branchen – wie zum Beispiel in der Luftfahrt – derzeit nur in sehr eingeschränkten Umfang.

 

Daher ist es äußerst wichtig zu verstehen, wer die Kunden sind. Es mag sein, dass noch zu Beginn des Jahres absolut klar war, wer das Publikum ist. Doch aufgrund der Pandemie und der damit verbunden wirtschaftlichen Umstände und der von ihr verursachten Nachfrageverschiebungen kann es sein, dass sich mittlerweile eine andere demografische Zielgruppe von den Marketingaktivitäten angesprochen fühlt, als bisher.

 

Anbieter werden neue Online-Kunden gewinnen, von denen viele vermutlich ihren ersten Online-Kauf überhaupt tätigen. Dies könnte insbesondere auf die ältere Kunden-Generation zutreffen. Eine Markt-Studie im Oktober 2019 hat ergeben: Dass 71 Prozent der Kunden in Mitteleuropa es vorziehen, ihren ersten Einkauf bei einer Marke im Geschäft zu tätigen. Da dies durch die Schließung von physischen also Offline-Geschäften nicht möglich war, bot sich die Gelegenheit, online neue Kunden zu gewinnen. 

 

Auch jetzt noch können Online-Anbieter aus dem beschränkten Zugang zu Geschäften profitieren und sollten daher ihre Botschaften an diese neue Zielgruppe anpassen. Hierfür sollte eine einfache Sprache genutzt werden, die für jeden verständlich ist und den USP in den Fokus stellt. 

 

Andere Unternehmen unterstützen

Die Veränderungen in der Verbrauchernachfrage in allen Teilbereichen der Einzelhandels-Branche bieten Anbietern die Möglichkeit so genannte Affinitätspartnerschaften mit anderen Marken zu schließen. Da einige Marken zu viel und andere wiederum zu wenig Nachfrage verzeichnen, können sowohl Kunden als auch andere Unternehmen unterstützt werden, indem der Volumen in der Marktbewegung – also Traffic -  zu Anbietern geleitet wird, die nicht im direkten Wettbewerb stehen, dafür aber komplementäre Produkte und Services anbieten. 

 

Mithilfe des sogenannten „Publisher-Trackings“ können diese Affinitätspartnerschaften aufgebaut und deren Aktivität gemessen werden. Dabei fungiert jede Marke als Referenz für die jeweils andere. Es kann die Wahrnehmung der eigenen Marke verbessern, indem man seinen Kunden Informationen über andere Unternehmen bereitstellt, die für sie relevant sein mögen und somit einen Mehrwert produzieren.

 

Netzwerken im Network

Bevor sich ein Unternehmen entscheidet, wohin Investitionen fließen, sollten Branchentrends analysiert und berücksichtigt werden. Befindet sich das Unternehmen in Einklang mit den Entwicklungen und der aktuellen Lage? Um das herauszufinden, kann das Netzwerk gebeten werden, regelmäßig Daten zur Verfügung zu stellen, die zeigen, wie stark die Branche im Vergleich zur eigenen Aktivität wächst. Dieses Wissen trägt dazu bei, sowohl den Erfolg der bisherigen Unternehmens-Aktivitäten zu identifizieren, als auch festzustellen, worauf ein größerer Fokus gelegt werden sollte.

Bei den derzeitigen Ereignissen, die beinahe täglich zu großen Verhaltensänderungen der Verbraucher führen, kann sich die Situation schnell ändern. Ein regelmäßiger Blick auf das große Ganze ermöglicht schnelle Reaktionen und die beste Chance den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Wenn für diese Aufgaben weder Werkzeuge noch wissen zur Verfügung stehen, so ist der gang zur Professionellen Unterstützung sicherlich empfehlenswert – Stichwort: Markt-Monitoring wird wichtiger denn je.

 

Was hält die Zukunft bereit?

Die gegenwärtige Situation stellt Marketingexperten und Unternehmen, vor neue Herausforderungen und vollkommen geänderte Parameter. Es sind Parameter die sich extrem rasch ändern und die Fristigkeiten der Strategen neu definieren. Mehr und mehr Marken nutzen diese Gelegenheit,Gutes zu tun– indem sie systemrelevante Berufe unterstützten, ihren Kunden ermöglichen, auf einfachen Weg Spenden an Hilfsorganisationen zu senden oder ihre eigene Produktvielfalt der aktuellen Nachfrage anpassen. 

 

Positive Beispiele sind:Destillerien und Brauereien die zum Dreh- und Angelpunkt bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln wurden. Oder das Chanel hat zugesagt, seine Fabriken für die Herstellung von persönlicher Schutzausrüstung wie Mund- Nasenschutz etc. bereitzustellen. Wie schwierig die Situation auch sein mag, solche Aktionen und Initiativen zeigen den starken Geist der Solidarität und Zusammenhalt der Gemeinschaft. 

 

Ein großer Lichtblick für alle im digitalen Marketing ist definitiv, dass die kurzfristig erzwungene Verschiebung zum Online-Shopping und die damit verbundene Bereitschaft Online als vollwertigen Kanal nicht nur zu akzeptieren sondern auch zu verwenden der für die langfristige Zukunft der Branche nur vonVorteil sein wird. Text/Red.

 


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DER VERLUST EINES FREUNDES - ENDE VON CONVENE VILNIUS

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Foto: LinkedIn Veröffentlichung Convene / Go.Vilnius ©

Als vor einigen Tagen die Mitteilung auf dem Business-Netzwerk LinkedIn - das CONVENE 2021 in Vilnius nicht mehr stattfinden wird und wohl auch dass Format des MICE Events, welches sieben Jahre lang von GO.VILNIUS in präziser und sehr bemühter Weise gekonnt durchgeführt wurde, nicht mehr weitergeführt wird - das Licht der Welt erblickte, war dies wohl eine Bestätigung mehr, dass sich die Tourismus-Welt in drastischer Weise verändert. 

 

Es war zwar keine offizielle Pressemitteilung – aber der Hinweis auf die Corona-Situation lässt die Problematik klar erkennen. Vilnius oder die MICE-Business Veranstaltung Convene ist hier sicherlich keine Ausnahme im Tourismus. 

 

Dieses Resultat vieler Veranstaltungen, Firmen und leider auch Destinationen steht aber stand ganz im Einklang mit der U-Boot Marketing Philosophie die in den letzten „fetten“ Jahren leider, teils aus Bequemlichkeit, teils aus Unverstand angewandt wurde. 

 

Diese als Strategie zu Bezeichnen ist meist sehr weit hergeholt daher auch die korrekte Benennung mit „Philosophie“, da nicht viel Strategie dahinter steckt, im Gegenteil, es ist wohl eher der Marketingtechnische Ausdruck eines unkoordinierten Vorgehens in der Markt-Kommunikation. 

 

Leider sehr häufig anzugtreffen, besonders in den sogenannten „Emerging Markets“ aber leider auch Europäische Tourismus Büros fallen immer wieder in die U-Boot Falle. Genannt nach einem Unterseeboot welches untertaucht und in gewissen Momenten auftaucht – meist wenn absolut notwendig, für bestimmte Zeit sichtbar ist, um danach wiederum für längere Zeit in der Versenkung zu verschwinden. Natürlich weit gefehlt von Langzeit-Strategie oder gar dem Bewusstsein der Überlebens notwendigen Arbeit der Marktbindung an ein Produkt oder wie in diesem Fall an eine Destination. Natürlich ist es weit kostenintensiver von 0 auf 100 in kurzer Zeit zu beschleunigen – wenn auch der trügerische erste Blick eine andere Gegebenheit zu suggerieren scheint. Eine ständige Marktpräsenz – also die Sichtbarkeit eines Produktes, einer Dienstleistung oder wie in diesem Falle einer Tourismus Destination, ist unerlässlich für die Generierung von Vertrauen, Bewusstsein und Stärke. 

 

Gerade wie sich jetzt in der gegenwärtigen Corona-Situation zeigt - ja sogar überlebenswichtig. Globale Marken machen dies seit Jahrhunderten mit Erfolg vor, egal ob Getränke oder Konsumgüter, Autos oder viele andere Artikel oder Dienstleistungen. Oder kann man erwarten, das Coca-Cola (The Coca-Cola Company©) eines Tages feststellen wird, man sei ohnehin weltweit bekannt, also wozu noch Marketingaktivitäten entwickeln, planen und umsetzen. Im Gegenteil es wird permanent danach getrachtet die Sichtbarkeit für den Konsumenten – also die Marktpräsenz – stetig zu erweitern. Egal ob mit neuen Fähnchen, oder Onlinepräsenz. Es darf der Kunde nie vergessen, dass es uns gibt ist das Credo hinter dieser Strategie - welch einfache und wichtige Lektion für den Tourismus und viele andere. 

 

Gerade die Onlinepräsenz ist für die derzeitig krisengeschüttelte Branchen die beste Möglichkeit Flagge zu zeigen und Vertrauen zu erobern und sogar auszubauen – nicht immer mit abstrusen Werbespots, aber mit Inhalten, also Content, im Werbejargon – denn gelesen und gesehen wird immer – und online in stark steigenden Ausmaß. / Text Red.


SOMMER 2020: FISCHEREI, SCHEIN UND WIRKLICHKEIT DURCH DEN BREXIT

Dass die Fisch-Industrie Grossbritanniens seit der populistischen Brexit-Kampagne in den Mittelpunkt gerückt ist, sollte allseits bekannt sein. Interessant sind aber die neuesten Zahlen zum Geschäftsjahr 2019, der Gesamtumsatz aller Fischereibetriebe Englands, Wales, Schottlands und Nordirlands und den vorgelagerten Inseln zusammen, wird für das abgelaufene Geschäftsjahr - 2019 - auf ca. 720 Millionen Pfund Sterling errechnet.

 

BREXIT: Fischerei, Schein und Wirklichkeit
Photo by Paul Einerhand on Unsplash

Klingt für den Normalverbraucher als eine exorbitant wichtige Summe, sollte aber unter allen Umständen, wie immer bei wirtschaftlichen Zusammenhängen, in Relation der Gesamtproduktivität einer Volkswirtschaft gesehen werden. Vergleiche sind dabei immer nicht nur hilfreich, sie ermöglichen auch eine erweiterte Sichtweise auf den Horizont der Wirklichkeit, der bei oberflächlicher Betrachtung mit Sicherheit verborgen geblieben wäre.

Selbstverständlich, muss man bei auch noch so nüchterner Betrachtungsweise den menschlichen Aspekt ins Kalkül ziehen, aber dieser wird gerade in diesem Fall, von den Brexit-Befürwortern wissentlich verschwiegen. Als Vergleichsmaßstab muss daher ein Parameter innerhalb der Britischen Ökonomie gefunden werden der nicht nur außer Frage steht, sondern sich leicht und klar manifestieren lässt. 

 

 

Travel Gourmet Maagazine, Central Europa, Business
Photo by Russ Martin on Unsplash

Wie wäre es mit einem allseits bekannten Wahrzeichen in London? 

 

Travel Gourmet Magazine hat darüber bereits in anderen Zusammenhängen mehrmals berichtet und dieses Wahrzeichen ist zweifelsohne vielen London Reisenden bestens bekannt. Wie sprechen von Kaufhaus HARROD'S. Das Unternehmen HARROD'S - also die Harrods Ltd. - hat im Jahr 2019 ca. 2.200 Millionen Pfund Umsatz erwirtschaftet, eine zweifelsfreie höchst beachtliche Leistung. 

 

Sicherlich ist Harrod's bei weitem nicht so interessant für die polarisierende populistische Anti-Europäische Brexit Politik der Britischen Tories und Gefolgschaften.  Aber sollte sich nicht der pragmatische und unvoreingenommene Leser von dem nüchternen Verhältnisgrundsatz leiten lassen?

 

Sollte man nicht die Kirche im Dorf belassen und es vermeiden Äpfel mit Melonen zu vergleichen? Auf den Punkt gebracht, kann die emotionale populistische und marktschreierische Politik eines Nigel Farage und eines von Unsicherheit und Unwahrheiten vor sich hergetriebenen Boris Johnson über wirtschaftliche Fakten - ja mathematische Realitäten - hinwegtäuschen? 

 

Kann eine Industrie, nämlich die der Britischen Fischerei,  die gerade mal ein Drittel des Umsatzes,  den eines Londoner Innenstadt Kaufhauses - zugegeben eine Ikone - im gleichen Geschäftsjahr erzieht, wirklich über das Wohl und Übel der wirtschaftlichen Beziehungen von ca. 67 Mio. Briten entscheiden? Text. Red.WAS

 

 


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ICBC'S ERSTER SCHRITT NACH EUROPA

Wien/Frankfurt. EZB genehmigt die meisten üblichen Bankgeschäfte und erteilt der ICBC eine Konzession für Österreich.

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Foto: Website ICBC©

Die chinesische Großbank ICBC (Industrial and Commercial Bank of China) wird mit einer Zweigstelle in Wien vertreten sein. Die EZB - Europäische Zentralbank hat der im Gründungsprozess befindlichen ICBC Austria Bank GmbH die Konzession zur Durchführung von verschiedenen Bankgeschäften erteilt. Dies teilte die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) auf ihrer Homepage mit.

 

Die ICBC wird von der österreichischen Hauptstadt aus mit einer Lizenz für Südosteuropa agieren jedoch kein Privatkundengeschäft abwickeln.  Der Fokus des ICBC Bankgeschäftes richtet sich vielmehr auf die Betreuung chinesischer Aktivitäten und die Unterstützung und Begleitung von Großinvestments. 

 

Zu Folge des Geschäftsberichtes des Jahres 2017 machte ICBC einen Reingewinn von umgerechnet rund 36 Mrd. Euro bei einer Bilanzsumme von rund 3,3 Billionen Euro.  Text / Red.

BARCELONA: GESPALTENE PERSÖNLICHKEIT

Es vergeht in der Sommersaison 2018 fast kein Tag, an dem nicht versucht wird einer guten Konjunktur und der Tourismusindustrie Steine in den Weg zu werfen. 

BARCELONA ist heute unser Beispiel und es bedarf ein wenig der Betrachtung der Umstände über die gegenwärtigen Kapriolen. Und nimmt wohl, nebst anderen „Hot-Spots“ der Reisebranche, gegenwärtig einen führenden Rang ein.
Foto: Kinga Cichewicz / Unsplash

BARCELONA ist heute im Fokus und es bedarf ein wenig der Betrachtung der Umstände über die gegenwärtigen Kapriolen. Und nimmt wohl, nebst anderen „Hot-Spots“ der Reisebranche, gegenwärtig einen führenden Rang ein.

 

Als 2017 und 2018 der Unabhängigkeitskonflikt der Katalanischen Separatisten und der Spanischen Regierung in Madrid sich zuzuspitzen begann, startet auch der Exodus von mittlerweile über 3000 Unternehmen aller Branchen  und Größen weg von Katalonien und meist weg von deren Hauptstadt Barcelona in andere Teile Spaniens oder gleich in die Metropolregion von Madrid.

 

Danach kam der Aufschrei gegen „Airbnb“ (Airbnb ist ein 2008 im kalifornischen Silicon Valley gegründeter Community-Marktplatz für Buchung und Vermietung von Unterkünften, ähnlich einem Computerreservierungssystem, Anm. d. Red.). Warum, weil viele Haus und Wohnungsbesitzer – und wohl auch Spekulanten – Früchte aus Ihrem Investment ziehen wollten und wollen, somit einen Weg fanden, leerstehende Immobilien sinnvoll zu nutzen. Der Erfolg und die Effizienz eines solchen Weges muss jeder selbst entscheiden, ob Vermieter oder Mieter – also Anbieter oder Konsument.

 

Wer dachte, dass nach den Straßen-Protesten in Verbindung mit dem Unabhängigkeits-Thema gegen Madrid der „Populus“ sich wieder beruhigt hätte, hat weit gefehlt.  Jetzt ging es erstmals so richtig gegen die Touristen und teilweise auch ganz schön persönlich. Beschimpfungen waren da noch einige der harmlosen Aktionen – Was auch nicht gerade eine Willkommenskultur „par Excellence “ bestätigt. Die Stadtregierung – wohl um Einnahmen fürchtend – reagierte und „Airbnb“ wurde etwas gezügelt.

 

Ruhe kam nur kurze Zeit auf, denn dann begann der Krieg gegen „Uber“  (Uber ist ein amerikanisches Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in San Francisco. Es bietet in vielen Städten der Welt Online-Vermittlungsdienste zur Personenbeförderung an. Anm. d. Red.) Uber, wohl der globale Abszess im Nacken der Gilde der Taxifahrer und Taxiunternehmer. Da nicht nur Kostentransparenz und administrative Klarheit angeboten werden, sondern in den meisten Fällen saubere zeitgemäße Autos und manchmal – am Anfang sogar ein Markenzeichen – freundliche adrett gekleidete Fahrer, wurde der Online-Anbieter schnell akzeptiert und frequentiert.

Foto: Anastasiia Tarasova / Unsplash
Foto: Anastasiia Tarasova / Unsplash

Da aber die Flexibilität in der Taxi-Branche sich hauptsächlich in der kreativen Fahrpreiserhöhung, und nicht in Freundlichkeit, Zuvorkommenheit, Transparenz oder gar Innovation, ausdrückt, biss man gleich mal wieder kräftig die Hand die einen füttert – die Tourismusindustrieeine genauso intelligente Maßnahme wie Tourismuswerbung zu betreiben um dann gegen die Ankommenden lautstark und aggressiv zu protestieren.

Es ist für gewerkschaftlich organisierten Stumpfsinn immer leichter Straßen zu blockieren, Flughäfen die Zu- und Abfahrten zu versperren und Hotels abzuriegeln, als nachzudenken und seine eigenen Fehler zu erkennen, oder sich gar zu aktualisieren mit dem Ziel eine Verbesserung und somit wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen herzustellen und Einkommen zu sichern oder die Wertschöpfung gar noch zu steigern.

 

Alles in allem fragt sich der Reisende wohl immer öfter, ob es nötig ist, sich Gefahren auszusetzen und dafür fürstliche Preise zu berappen? Oder ob der Reisemarkt nicht groß genug sei, wie auch dessen Angebot für die angeblich schönste Zeit des Jahres und diese auch ebenso zu erleben? Die Buchungsverschiebungen - speziell in Spanien - lassen aufhorchen und zeigen in einigen Tourismusregionen Rückgänge bis zu 20% bei den Gästenächtigungen in Beherbergungsbetrieben auf.

 

Aber vielleicht hat man sich vielerorts schon so an „die Krise“ gewöhnt, dass Hochkonjunktur und gute Tourismuszahlen Angst machen, aber auch diesen Herrschaften sei versichert, die nächste Rezession kommt bestimmt – mal sehen gegen wogegen dann protestiert werden könnte – vielleicht gegen die Krise? Text / Red.

BUSINESS RÜCKBLICK

Einmal London, heute aber ohne Thema Brexit, Harrods in Knightsbridge ist sicherlich vielen Lesern ein Begriff oder eine liebgewordene Besuchstradition bei einem Aufenthalt in der Stadt an der Themse.

Harrods in London, Foto von Art Dept. | Loevens ©, Harrods ist sicherlich gleichermaßen Tourismusattraktion wie Einkaufstempel der High-Society der Vereinigten Königreiches.
Foto: Art Dept.| Loevens ©

Wenige wissen aber, dass Roland T. Rowland (gebo­ren als Ro­land Wal­ter Fuhr­hop, be­kannt ge­wor­den als Tiny Row­land; * 27. No­vem­ber 1917 in Bel­gaum, In­dien; † 25. Juli 1998 in Lon­don) war ein bri­ti­scher Ge­schäfts­mann und Ty­coon deut­scher Her­kunft.

 

Roland T. Rowland machte sein Ver­mögen in den Minen Afri­kas und baute das Kon­glo­merat "Lon­rho" auf, das nicht nur zahl­rei­che afri­kani­sche Unter­nehmen, son­dern unter an­derem die bri­ti­sche Zei­tung The Ob­ser­ver auf­kauf­te und sich unter seiner Lei­tung zu einer der größ­ten und mäch­tig­sten bri­ti­schen Ge­sell­schaf­ten ent­wickel­te.

 

Zu einem inter­natio­nalen Skan­dal und jahre­langen Kon­flikt kam es, als sich Tiny Row­land 1985 bei dem zum Ver­kauf ste­hen­den re­nom­mier­ten Lon­doner Kauf­haus Har­rods nicht gegen seinen frü­heren Freund und Ge­schäfts­part­ner Moha­med Al-Fayed durch­setzen konn­te und fort­an mit aller Härte und Ver­bis­sen­heit um die Recht­mäßig­keit dieses Ge­schäfts stritt. Die Fehde be­herr­schte den Rest seines Lebens und ver­schlang Un­sum­men an Geld. Be­endet wurde der Kon­flikt erst nach Row­lands Tod durch Al-Fayeds Zah­lung einer hohen Geld­summe an Row­lands Witwe.

 

Fotos: Harrods London Knightsbridge / Art Dept.| Loevens ©